Filmreihe homochrom-Preview: Mario

Drama - Schweiz

Mario Lüthi (Max Hubacher) spielt im U21-Team des Berner Fußballclubs BSC Young Boys und möchte gern in die Profi-Mannschaft und somit in die Schweizer Super League aufsteigen. Auch sein Vater Daniel (Jürg Plüss), dem dies nicht gelungen ist, macht ihm Druck. Tatsächlich sehen Marios Chancen gut aus, bis der deutsche Of­fen­siv­spie­ler Leon Saldo (Aaron Altaras) aus Hannover für den Fußballverein angeworben wird. Mario ist wenig begeistert über den neuen Konkurrenten, gibt sich jedoch freundlich. Trainer Roger Maillard (Joris Gratwohl) steckt die beiden sogar zusammen in eine Vereinswohnung, weil dem Verein die Idee von zwei Stürmern nähergebracht werden soll. So trainieren Mario und Leon nicht nur zusammen, sondern freunden sich auch an. Bis Leon eines Abends Mario küsst. Nach Marios anfänglicher Überraschung entwickelt sich eine ernste Romanze zwischen ihnen. Als der Vorstand jedoch davon erfährt und fordert, dass sie ihr Schwulsein öffentlich abstreiten, gehen die beiden Spieler sehr unterschiedlich damit um.

Es gibt nicht allzu viele Filme über Homosexualität in der Macho-Domäne Fußball. 2004 gab es z.B. die deutsche Komödie "Männer wie wir", 2005 den isländischen "11 Men Out", 2011 den britischen "KickOff" sowie 2016 die ebenfalls britische Theaterverfilmung THE PASS, die wir euch exklusiv im 7. Filmfest gezeigt haben. Nun nimmt sich auch der Schweizer Drehbuchautor und Regisseur Marcel Gisler (ROSIE, "Fögi ist ein Sauhund") dieses Themas an. Seine regelmäßige Kollaborateurin, Kamerafrau Sophie Maintigneux, hatte 2013 zudem den Dokumentarfilm "11 Freundinnen" über die deutschen Frauenfußballnationalmannschaft gefilmt. Entsprechend gut sehen die (von der Presse gelobten) Spielszenen aus. Überhaupt widmet sich Gisler einer realistischen Darstellung, die nicht unnötig überdramatisiert oder humorvoll überzogen ist. Allerdings hat Gisler in gut zwei Stunden nicht viele neue oder überraschende Ideen zu bieten. So wirkt MARIO streckenweise etwas lang, erwartbar und wie aus einem früheren Jahrzehnt. Dennoch funktioniert die Romanze ähnlich gut wie im deutschen Polizistenfilm "Freier Fall".

Eintritt:
8,00 € / Person
Termine:

 

Offizelle Seite: https://www.homochrom.de/mario

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