Cartonera & Frauenzimmer

Dokumentarfilm - Deutschland

Cartonera
Marlen ist acht Jahre alt. Jeden Tag fährt sie mit ihrem Bruder Roberto, ihrer Schwester Tamara und deren Freund Polaco aus den Vorstadt-Slums in die City von Buenos Aires. Bis weit nach Mitternacht sammeln die Kinder verwertbares Material wie Papier, Kartons, Plastikflaschen. Als Cartoneros im Müll zu arbeiten ist für Marlen und ihre Geschwister die einzige Möglichkeit, das Leben ihrer Familie zu sichern. Ein unvorstellbar harter Alltag, aber trotzdem hat Marlen einen Traum – sie will in der Stadt der Kinder leben, in der ihre eigenen Gesetze gelten: »… dass alle Kinder eine Mama und einen Papa haben, dass alle Eltern ihren Kindern etwas zu essen geben, dass alle Kinder ein Zuhause haben, dass kein Kind mehr auf der Straße arbeitet«. Cartonera zeigt auf Augenhöhe der Kinder chronologisch einen Tag aus ihrem Leben.

Begründung der Jury: Kinder, die auf den Straßen von Buenos Aires Altpapier sammeln. Maria Goinda begleitet das Leben der Kinder mit einer Ruhe und Gelassenheit, die sich in ihrer hervorragenden Handkameraführung äußert. In dieser typisch unkontrollierbaren Dokumentarfilmsituation gelingt es ihr, eine adäquate Bildsprache zu etablieren. Die Kameraarbeit bringt uns die Kinder sehr nahe und verschafft uns Einblick in deren Überlebensstrategien.

Biographie

Maria Goinda wurde 1977 in Dortmund geboren. Nach einem Germanistikstudium an der Ruhr-Universität Bochum absolvierte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild und Ton. Von 2002 bis 2009 studierte sie an der FH Dortmund am Fachbereich Design Film/Fernsehen, unterbrochen 2004 von einem Auslandsstudium am Instituto del Cinematographer in Buenos Aires. Cartonera ist ihr Diplomfilm. In ihren Filmen konzentriert sie sich auf Themen aus sozialen Grenzbereichen. So soll Cartonera Teil einer Sendereihe werden, die sich für die Rechte von Kindern einsetzt.

Filme von Maria Goinda
Die Frau, die meinen Namen trägt 2008 | Wohin gehst Du? 2005 – 2007 | Rolando 2004 | Doch 2003 – 2005 |

Director Maria Goinda | Camera Maria Goinda | Screenplay Maria Goinda | Sound Ingo Schäfer, David Aguirre | Producer Maria Goinda
Distributed by Maria Goinda

In Anwesenheit der Regisseurin Maria Goinda

Frauenzimmer
Christel, Paula und Karolina arbeiten im ältesten Gewerbe der Welt und zählen dort selbst zum »alten Eisen«.
Frauenzimmer erzählt von drei Berliner Frauen im fortgeschrittenen Alter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen. Sie sind nicht darauf aus, sich zu rechtfertigen oder zur Schau zu stellen. Ihre facettenreichen Persönlichkeiten machen deutlich, auf welch unterschiedliche Weise sie der Prostitution nachgehen und warum sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Sie zeigen selbstbewusst, stolz, manchmal wortlos, manchmal wortreich und mit Humor, was diese Arbeit für sie bedeutet und wie viel unverkäufliche Liebe sie zu geben bereit sind.
Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in drei außergewöhnliche Lebensgeschichten und einen teilweise überraschend bürgerlichen Alltag.

Begründung der Jury: Drei Frauen im Negligé in ihren Berliner Wohnungen. Sie sind über 45 Jahre alt und arbeiten als Prostituierte. Ohne voyeuristisch oder wertend zu sein, porträtiert die Kamera mit einem selbstsicheren Blick ihren Alltag. Auf subtile Art und Weise fängt sie den sonst verborgenen Moment des Wartens ein. Eva Maschke schafft es, die Banalität des Alltags nicht banal zu zeigen. Sie beweißt Talent, vorhandenes Licht zu nutzen und kreiert in den Interviewsequenzen stimmungsvolle Bilder mit gesetztem Licht. Wir spüren eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bildgestalterin und Regisseurin, die die Würde und die Schönheit der Protagonistinnen zu jedem Zeitpunkt wahren.

Biographie

Eva Maschke wurde 1976 in Köln geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin machte sie mehrere Praktika im Filmbereich und war als Material- und Kameraassistentin beim SWR Baden-Baden tätig. Von 2002 bis 2007 studierte sie Kamera/Bildgestaltung an der Filmakademie Baden-Württemberg und schloss mit dem Diplomfilm Ohne Halt ab. Für den Dokumentarfilm Roaming Around (Regie Brigitte Bertele) erhielt sie 2007 den Deutschen Kamerapreis. Sie arbeitet als freie Kamerafrau und Regisseurin.

Filme von Eva Maschke (Auswahl)
24h-Berlin 2009 | Menschenkinder 2008 | No es fácil – Hijos de Che 2008 | Ohne Halt 2007 | Roaming Around 2006

Director Saara Aila Waasner | Camera Eva Maschke | Sound Martin Jabs, Patrick Protz, Patrick Veigel
Distributed by Royal Pony Film | Production Company Royal Pony Film in Koproduktion mit dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel, in Zusammenarbeit mit der Fil

In Anwesenheit der Bildgestalterin Eva Maschke.

Eintritt:
Einzelkarte: 6,00 € / Erm. 5,00 €
Sechserkarte: 30,00 € / Erm. 25,00 €
Dauerkarte: 60,00 € / Erm. 50,00 €
Termine:

 

Offizelle Seite: http://www.frauenfilmfestival.eu

demnächst

Am Sonntag 16. Juni 2019 um 15:00 Uhr aus dem Royal Opera House in London in Ihrer Schauburg

Royal Opera House: Romeo & Julia
Ballett - Großbritannien

Am Samstag 01. Dezmeber 2018 & Samstag 05. Januar 2019 & Samstag 02. Februar 2019 & Samstag 02.März 2019 & Samstag 06.April 2019 & Samstag 04.Mai 2019 jeweils in der Zeit von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr in Ihrer Schauburg

Kinoplakatflohmarkt
Plakatmarkt

Am Sonntag 20. Januar 2019 um 12:00 Uhr & Mittwoch 23. Januar 2019 um 18:30 Uhr in Ihrer Schauburg

Exhibition on Screen: Degas: Leidenschaft für Perfektion (O.m.U.)
Kunstdokumentation - Großbritannien

 
© 2006, Schauburg · Powered by OSt-web · Impressum