Made in Bangladesh

Im Rahmen der Fairen Woche wird bei uns der Film "Made in Bangladesh" am 16.09.2021 um 20:00 Uhr gezeigt.
Anschließend an den Film gibt es ein Nachgespräch in dem ein reger Austausch erwünscht ist.

Der Film „Made in Bangladesch“ erzählt die Geschichte einer Textilarbeiterin, die sich
mit den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen nicht abfinden will. Sie kämpft
dagegen an und gründet eine Gewerkschaft. Nach dem 90-minütigen Film laden wir
zu einem Nachgespräch und Austausch ein.
Der Film
Shimu ist Anfang 20 und arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka. Als Jugendliche war sie aus ihrem
Dorf weggelaufen, um einer arrangierten Ehe zu entfliehen. In der Stadt hatte sie zunächst als
Hausmädchen gearbeitet. Jetzt verdient sie zwar besser, aber die Arbeitsbedingungen sind von Ungerechtigkeit
und Ausbeutung geprägt. Als ein Kurzschluss ein Feuer auslöst, bricht Panik unter
den fliehenden Frauen aus. Eine Kollegin stirbt, andere sind schwerer verletzt. Shimu kommt mit
einem Schock davon. Als den Arbeiterinnen dann Teile ihres Lohnes verweigert werden, nehmen es
einige hin, andere protestieren und beschließen – auf Anraten einer NGO – eine Gewerkschaft zu
gründen. Shimu ergreift die Initiative und wiedersteht auch dem Druck und den Drohungen der Geschäftsführung.
Als Shimus Ehemann davon erfährt, verbietet er ihr, sich weiter zu engagieren.
Doch die Registrierung der Gewerkschaft ist fast erreicht und Shimu nicht mehr bereit sich weiterhin
den patriarchalen Strukturen zu unterwerfen – weder bei der Arbeit, noch in ihrer Ehe.
Regisseurin Rubaiyat Hossain, in Bangladesch geboren, studierte Film an der New York University’s
Tisch School of the Arts. Seit 2008 arbeitet sie als Regisseurin und Produzentin in Bangladesch.
Nach dem Feuer im Rana Plaza 2013 und dem Tod von über tausend Textilarbeiterinnen
entschließt sie sich, einen Film über den Kampf der mutigen jungen Frauen zu drehen, die sich gegen
die Verhältnisse auflehnen.
Nachgespräch und Austausch
Im Anschluss an den Film wollen wir Fragen nachgehen, die der Film aufgeworfen hat
und uns über Handlungsmöglichkeiten austauschen.
Gesprächspartner sind:
 Reiner Kajewski, Gewerkschaftssekretär, ver.di, Bezirk Westfalen
 Ida Henke, Regionalgruppe Dortmund der Kampagne für Saubere Kleidung
 Dietrich Weinbrenner, Beauftragter für nachhaltige Textilien in der Ev. Kirche v.
Westfalen und der Vereinten Evangelischen Mission
Moderation: Dr. Kai Pfundheller, Auslandsgesellschaft.de Dortmund
Tickets: 10,-€ pro Person; Tickets sind an der Kinokasse erhältlich.
Reservierungen per Mail an: reservierung@schauburg-kino.com — unter Angabe von
„Made in Bangladesh, 16.9., 20.00 Uhr“